Montag, 26. Januar 2015

So nah, und doch so fern...

Am 15. Jänner dieses Jahres hat die SNB offiziell bekannt gegeben, den EUR Mindeskurs von € 1,20 aufzugeben. Das war ein Schicksalstag für viele leidgeprüfte CHF-Kreditnehmer, die größtenteils lange davor zu Kursen von um die € 1,60 eingestiegen sind.

eurosZu gegebener Zeit war es (auch seitens der Banken) ein lukratives Geschäft, Kredite in CHF zu vergeben, da hinsichtlich prognostizierter Kursgewinne der EUR Kreditbetrag allein durch die Währungsentwicklung verringert werden konnte.

Ein Beispiel: CHF 100.000 entsprachen bei einem Umrechnungskurs von 1,60 einem Eurokreditbetrag von 62,500,-. Durch den "Kursverfall" auf 1,20 und die schlussendliche Aufhebung der Kursstütze bei dieser Marke durch die SNB im heurigen Jänner erhöhte sich die Schuld des Kreditnehmers bei heutigem Kurs von 0,98 auf die stolze Summe von € 102.000,-.  Hatte nun dieser Kreditnehmer (vielleicht auf Anraten seiner Bank) eine StopLossOrder gesetzt, so wurde sein CHF Kredit in EUR konvertiert und er hatte auf einen Schlag um sage und schreibe knapp 40% mehr Schulden!

Was wir daraus lernen?
1. Dass die Finanzmärkte hochkomplex sind und Kurse sich rasend schnell verändern können.
2. Dass niemand die Entwicklung von Börsekursen, Währungen oder Zinsen vorhersehen kann.
3. Dass auf den Finanzmärkten alles irgendwie miteinander verbunden ist, ob man will oder nicht.

Aus diesen Gründen sind Geschäfte an den Finanzmärkten häufig zur Spekulation verkommen, so auch Fremdwährungen (Stichwort: Währungskrieg). Je länger das eigene Kapital gebunden ist, kredit- oder veranlagungsseitig, desto unabsehbarer sind die Entwicklungen und desto höher ist das Risiko. Den aktuellen Verfall des Euros werden Maßnahmen wie milliardenschwere Staatsanleihenkäufe durch die EZB oder Austrittsszenarien von EU-Mitgliedstaaten aus der Eurozone nicht positiv beeinflussen.

Der Wert des EUR wird - von der Finanzwirtschaft durchaus gewollt - weiter sinken und mit ihm die Kaufkraft. Der reale Wertverlust für Sparer wird dadurch weiter verstärkt. Was kann man nun aber gegen diesen Wertverlust seines Ersparten tun?

Die Veranlagung in reale Werte in der Region, in Österreich, ist eine valide Alternative. Zu wissen, wo sein Geld veranlagt ist, wozu es verwendet wird und zusehen zu können, was damit erwirtschaftet werden kann, bringt wieder Freude und Emotion in das so unüberschaubar und komplex gewordene Thema der Veranlagung. Durch Investitionen in heimische Betriebe bieten wir von dasErtragReich  Ihnen die Möglichkeit, Sparen neu zu erleben - einfach, transparent und spekulationsfrei!

Einfach. Mehr. Wert. 

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